Station: Das alte Ehrenmal

Geschichte

Das erste Denkmal, das zu Ehren der Gefallenen von Altenhof errichtet wurde, stand auf einer Anhöhe des jetzigen Wohnhauses von der Fam. Weber/Krausser.

Es ragte wie ein mahnender Finger in die Dorfmitte hinein. Auf ihm waren die Namen der Gefallenen und Vermissten des Ortes Altenhof vom deutsch-französischen Krieg 1870/71 und der beiden Weltkriege 1914 – 1918 und 1939 – 1945 eingemeißelt.
Zum Denkmal führte eine steile Treppe von der Straße hinauf. Ein eisernes Zäunchen grenzte das Denkmal ein.

Zum Schützenfest und zum Volkstrauertag, der früher Heldengedenktag hieß, wurde zu Ehren der Gefallenen und Vermissten ein Kranz niedergelegt.

Der 1. Weltkrieg und der 2. Weltkrieg haben auch in unserem Heimatort Altenhof viele Opfer gefordert. Ihrer zu gedenken sollte für Überlebende und die nachfolgenden Generation Verpflichtung und Mahnung zugleich  sein.

Durch den Tod vorwiegend junger Menschen wurden in der Ortschaft Altenhof viele Familien zerstört. Frauen verloren ihre Männer, Eltern ihre Söhne und Verlobte ihren Bräutigam. Der Blutzoll, den die kleine Ortschaft Altenhof mit ihren 500 Einwohner erbringen musste, war erschreckend hoch. Daher mahnen uns die Toten zum Frieden. Zum Frieden gibt es keine Alternative.

Alljährlich versammeln sich daher zum Schützenfest und am Volkstrauertag die Schützenbruderschaft und Dorfbewohner zum Gedenken der Gefallenen und Opfer der Kriege.

Im deutsch-französischen Krieg waren sechs Gefallene zu beklagen. Im 1. Weltkrieg (1914-1918) mussten 15 Bewohner ihr junges Leben lassen und wurden in fremder Erde gebettet. Sechs Bewohner der Ortschaft starben an den Folgen des Krieges in der Heimat an Lungenleiden, ausgelöst durch Gasangriffe.

Im 2. Weltkrieg sind 45 Bewohner der Ortschaft Altenhof gefallen oder wurden vermisst.
Um den in Stein auf dem Ehrenmal eingemeißelten Namen ein Gesicht zu geben und ihrer zu gedenken, wurde eine Aufzeichnung angefertigt. Sie soll zum Nachdenken anregen, aber zugleich auch Mahnung an die nachfolgenden Generationen sein, dass Kriege letztlich nur Unglück und Leid bringen.

Da man nach der Fertigstellung des Friedhofes ein neues Ehrenmal errichtete, wurde das alte Denkmal 1963 entfernt.

Den Toten zum Gedenken

Den Lebenden zur Mahnung
(Bereich zur Zeit in Überarbeitung)