Die Geschichte des FC Altenhof 1930 – 1971

Der FC Altenhof wurde im Jahre 1930 als DJK Verein gegründet. Zu den Gründern zählten seinerzeit Josef Schneider, Ernst Greis, Josef Weber und Rudolf Schneider Als Vereinswappen wählte man ein springendes Reh mit einem Fußball unter den Vorderbeinen. Vereinslokal wurde der Gasthof Wilmes und das Sportplatzgelände bekam die Bezeichnung des Flurnamens „Auf dem Winterhahn“. Als Vereinsfarben wählte man Grün und Weiß.

Nach seiner Gründung spielte man zunächst in den Spielklassen der Deutschen Jugend Kraft, wo er in der D-Klasse begann und später in die C-Klasse aufrückte.
Im Jahr 1932 begann man mit dem Bau eines Sportplatzes mit der Unterstützung des damaligen Landrates Josef Schrage aus Olpe und dem Präses Vikar Lissy aus Wenden. Der Spielbetrieb konnte nach der Fertigstellung im Jahr 1935 aufgenommen werden.

Die Geschicke des Vereins lagen zu dieser Zeit in den Händen des späteren Ehrenvorsitzenden Josef Schneider. ( Girkhausen ) Im Jahr 1935 übernahm Fritz Brüser dieses Amt bis zur Einstellung des Spielbetriebes im Krieg.

Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau des Vereins. Im Kinderreichen Dorf Altenhof entwickelten sich auf den Bolzplätzen ( Hasenfohr Nähe Kortemicke ) viele gute Spieler die dem FC Altenhof zugeführt wurden.

Schon früh zeigte sich, dass Altenhofer Jungs gut mit dem runden Leder umzugehen wussten.
Alois Halbe und Josef Schneider ergriffen zunächst erneut die Initiative und organisierten wieder einen geordneten Spielbetrieb. Unter ihnen wurde die Mannschaft in die 1. Kreisklasse eingestuft, wo sie schon in der Spielzeit 1948/1949 Meister wurde und nach dem Entscheidungsspiel gegen Saalhausen, das man 3:1 gewinnen konnte, in die Bezirksklasse Siegerland aufstieg. Doch man konnte diese Klasse leider nicht halten.

Aber man trieb in Altenhof die Jugendarbeit voran. So wurden mehrere Spieler aus der Jugend zu Lehrgängen nach Kaiserau eingeladen.
Die Trainer jener Zeit Ferdinand Wurm , Josef Schlimm , Walter (Echen) Volmer und Trainer Junker aus Niederfischbach formten eine Mannschaft die von sich reden machen sollte.

Nach dem Abstieg aus der Bezirksklasse gelang nach 2 Jahren der Wiederaufstieg. 1956 war es dann soweit . Der FC Altenhof wurde Meister und stieg in die Landesliga auf.

Durch gute Jugendarbeit und durch Verstärkung einiger Wendener Talente wuchs eine Mannschaft heran, die auch überregional für Furore sorgen sollte. Im Zeitungsartikel von damals heißt es:

“Der FC Altenhof hat Grund zur Freude, denn er vollbrachte mit seinem Aufstieg in die Landesliga eine beachtliche Leistung, die im Wendener Land und auch darüber hinaus gewürdigt wird.“

Der damalige Vorsitzende Josef Schneider betonte, man wolle nicht um jeden Preis in die höchste Fußballklasse kommen, sondern echte Jugendpflege betreiben. Auf die Frage wie der kleine Verein Altenhof ( 700 ) Einwohner den Aufstieg fertig gebracht hätte antwortete er: Mit Kameradschaft, Zusammenhalt und solidem Lebenswandel.

Auch in der Vereinsführung gab es einen Wechsel: Hans Pracht übernahm das Amt des Vorsitzenden. Ihm folgten Alois Halbe, Vinzenz Brüser, Josef Schneider, Rudolf Schneider, Josef Wilmes , Josef Alfes und Helmut Stahl. Seit 1964 übernahm dann Erhard Hirschberg den Vorsitz den er 1968 an Hubert Alfes abtrat.

Ebenfalls wurde 1958 die Kreismeisterschaft errungen. Die nachfolgenden Landesligajahre stellen natürlich in der Geschichte des FC Altenhof eine Besonderheit dar. Höhepunkte waren die Lokalkämpfe gegen Olpe, Hünsborn und die benachbarten Siegerländer Vereine. Zahlreiche Zuschauer bevölkerten den Winterhahn bei Heimspielen. 2000 oder mehr Zuschauer waren bei den Lokalkämpfen keine Seltenheit.

Dass die Leistung des FC Altenhof keine Eintagsfliege war, zeigt die Tatsache dass man sich sieben Jahre halten konnte und meistens im Vorderfeld zu finden war.

Nach dem Aufstieg reichte das Sportplatzgelände nicht mehr aus. Wieder war es Josef Schneider, der mit dem Architekten Josef Alfes und vielen Altenhofer Bürgern das Projekt eines Sportplatzbaues anging. Der neue Platz wurde mit einem Spiel gegen den damaligen Oberligisten SV Sodingen eingeweiht. Es war sehr beachtlich für einen Verein solcher Größenordnung, das man sich jahrelang unter Vereinen wie Klafeld, Iserlohn, Menden, und Lüdenscheid behaupten konnte. Sogar gegen den amtierenden Deutschen Meister der Amateurklasse SF Siegen musste man im Pokalwettbewerb spielen.

Im Jahr 1963 waren die glanzvollen Jahre vorbei. Man stieg in die Bezirksklasse ab und später sogar in die Kreisklasse.

Der FC Altenhof brachte viele namhafte Spieler heraus, deren Namen eng mit dem Fußball -geschehen im Kreis Olpe verbunden sind.

Die Gründung einer Altligamannschaft Ende der 60er Jahre in der einige namhafte Größen vergangener Jahre mitwirkten, bereicherte ebenfalls den Verein. Noch heute erinnert man sich an die gemütlichen Stunden in der dritten Halbzeit.

Gegen Ende der 60er Jahre entwickelte sich wieder eine gute Jugendmannschaft die 1969 den Gemeindepokal gegen starke Mannschaften wie Hünsborn oder Gerlingen gewinnen konnte. Nicht alle Mitglieder waren deshalb 1971 einverstanden, das der FC Altenhof aufgelöst und eine Fusion mit dem SV Schönau und dem SV Wenden einging .Schließlich wurde am 4.Juni 1971 bei der Gründungsversammlung die Neugründung eines Großvereins namens „ Vereinigte Sportvereine Wenden“ beschlossen. Mit dem Zusammenschluss der drei Vereine war der FC Altenhof auf das fußballerische Abstellgleis geraten.

Dies galt es nun wieder zu ändern.1977 war es dann soweit, Helmut Wurm, Günter Lixfeld, Gerd Dornseifer, Manfred Capito, Horst Müller sowie die Hauptinitiatoren Friedhelm Scheppe und Reinhard Kruse hatten sich vorgenommen, was zu diesem Zeitpunkt keiner für realisierbar hielt.

Die Neugründung des FC Altenhof.

Am 1.6.1977 wurde in einer Neugründungsversammlung der FC Altenhof wieder ins Leben gerufen. Die Hauptinitiatoren Friedhelm Scheppe, Reinhard Kruse und Helmut Wurm, Günter Lixfeld Manfred Capito, Gerd Dornseifer sowie Horst Müller fassten den Entschluss, nach 6 Jahren ohne aktiven Fußball in Altenhof ,den Verein FC Altenhof wieder zum Leben zu erwecken.

Rückschläge gab es in dieser Zeit genug, doch Zusammenhalt und Überzeugung am Gelingen des Vorhabens baute das Team weiter auf und lies es zu einer starken Truppe zusammenwachsen.

Die Vereinschronik der Jahre 1977 -2002 gibt Aufschluss über die weitere Entwicklung des FC Altenhof.